Australien Klima
Abwechslungsreiches Klima zeigt Australiens Vielfalt
Australien ist von der Fläche aus betrachtet fast doppelt so groß wie die Europäische Union. Auf den fast 7,7 Millionen Quadratkilometern herrschen unterschiedlichste klimatische Bedingungen. Allein 40 Prozent des Landes besteht aus trockenem Wüstensand. Gerade beim Klima zeigt sich: Australien ist ein Land der Gegensätze.
Generell gilt der Süden und Südosten klimatisch als gemäßigt. Weiter nördlich erlebt man subtropische Temperaturen. Der Norden ist allgemeinhin von tropischer Natur. Das australische Klima wird ebenso wie das Wetter von drei Phänomenen beeinflusst: Von subpolaren Westwinden, der Passatwindzone und einem tropischen Tiefdruckgürtel.
Im Südosten ist es angenehm
Schaut man sich die Landkarte näher an, stellt man schnell fest, dass es landesweit im Südosten und an Teilen der Ostküste die dichteste Besiedlung gibt. Der Grund: In den Bundesstaaten Victoria, New South Wales und Queensland sind die Temperaturen für australische Verhältnisse in der Regel sehr moderat. In der Millionenmetropole Sydney herrschen jährliche Durchschnittstemperaturen von acht Grad im Winter bis zu 25,7 Grad im Sommer. Für Melbourne oder Brisbane sehen diese Zahlen ähnlich aus. Fast 15 Millionen Einwohner leben in den drei Bundesstaaten. Dies entspricht mehr als 70 Prozent der australischen Bevölkerung.
Trotz der angenehmen Durchschnittstemperaturen im Südosten erlebt Australien durch die globale Erwärmung in ständiger Regelmäßigkeit neue Hitzerekorde, die im schlimmsten Fall auch zu Waldbränden führen können. So gilt bis heute der 1. Januar 2006 mit 44,7 Grad Celsius als heißester Jahresanfang in der Geschichte des Landes. Dieser Spitzenwert wurde am Observatory Hill in Sydney gemessen. Der südöstliche Teil Australiens stellt das bevölkerungsreichste Gebiet im Bereich des südlichen Ozonlochs dar. Nicht zuletzt deshalb ist bei extremer Sonne Vorsicht geboten.
New South Wales
Der Sommer in New South Wales ist warm und teilweise sogar tropisch. Dies gilt vor allem für das Flachland der mittleren Region. In den Bergen rund um die Blue Mountains im Westen des Bundesstaates ist es hingegen kühler. Für Wintersportfans sind die Snowy Mountains ein beliebtes Reiseziel. Zwischen März und Juni werden in New South Wales traditionell die stärksten Regenfälle verzeichnet.
Generell gilt: Je weiter man nach Norden kommt, umso subtropischer wird es. Ganz im Gegenteil zum östlichen Landesinneren. Hier herrscht ein trockenes Kontinentalklima mit Temperaturen, die nicht selten über 40 Grad Celsius steigen. Im Winter hingegen wird es hier mit Temperaturen um den Gefrierpunkt sehr kühl.
Queensland
Aufgrund der Größe des Bundesstaates Queensland herrschen hier unterschiedliche klimatische Bedingungen: Wenig Niederschlag und heiße Sommer im Westen, eine monsunartige Regenzeit im Norden und angenehm moderate Temperaturen entlang der Küste. Cairns im äußersten Norden von Queensland erfährt zum Beispiel mehr als doppelt so viel Niederschlag wie das viel weiter südlich gelegene Brisbane.
Trotz unterschiedlicher Klimaphänomene erleben die meisten Queenslander aber in der Regel zwei -Wettersaisons: Einen eher warmen Winter mit wenig Niederschlag auf der einen Seite, und einen schwülen Sommer mit hohen Temperaturen und erhöhtem Niederschlag auf der anderen Seite.
Victoria
Auch wenn Victoria der flächenmäßig kleinste australische Bundesstaat ist, gibt es dennoch ein sehr abwechslungsreiches Klima. So gibt es semi-trockene und heiße Gebiete im Nordwesten und moderat bis kühle Gebiete an der Küste. Das australische Bergland Great Divide sorgt schließlich für kühleres Bergklima im Zentrum Victorias. In Melbourne, der größten Stadt des Bundesstaates, sinken die Temperaturen im Winter im Durchschnitt nicht unter 13 Grad Celsius. Im Sommer herrschen im Schnitt 26 Grad Celsius.
Northern Territory
Im Northern Territory gibt es zwei unterschiedliche Klimazonen. Der Norden rund um Darwin ist von einem tropischen Savannen-Klima geprägt. Hier gibt es im Jahr zwei große Wetterphänomene: Die Regenzeit (November bis April) und die Trockenzeit (Mai bis Oktober). Weiter südlich findet sich die das Outback. Der Hitzerekord lag hier im Sommer 1960 bei 48,3 Grad Celsius. Bei einer Niederschlagsmenge von weniger als 250mm verwundert es nicht, dass es in dieser Region kaum Zivilisation gibt. Einzig Alice Springs bildet eine Ausnahme, die aus praktischen Gründen während des Aufbaus des transaustralischen Telegrafennetzes im 19. Jahrhundert gegründet wurde.
South Australia
Die Durchschnittstemperatur in South Australia liegt bei 29 Grad Celsius im Januar und bei 15 Grad Celsius im Juli. Im Jahr gibt es verhältnismäßig wenig Niederschlag und durch kühle Meeresströmungen bleiben die Wassertemperaturen in der Regel unter 20 Grad Celsius.
Western Australia
Der Südwesten von Western Australia lockt mit mediterranem Klima. Hier findet sich auch die Millionenstadt Perth. Die restlichen vier Fünftel des Bundesstaates bestehen aus Wüstengebiet. Der einzige Regen, der im Großteil allerdings nur sehr spärlich fällt, ist vereinzelten Monsun-Schauern im Sommer zu verdanken.
Eine interessante Ausnahme bietet die Region The Kimberley im Norden Western Australias. Hier ist es im Sommer ausgesprochen heiß und der Niederschlag überdurchschnittlich hoch.
Tasmania
Auf Tasmanien sind die klimatischen Bedingungen mit denen in Mitteleuropa durchaus vergleichbar. So fällt im Winter vor allem im Inneren der Insel Schnee, der sich oft auf den Bergspitzen noch bis zum Sommer hält.

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